Diese Blumen kannst du problemlos selbst vermehren

Wusstest du, dass du viele deiner Lieblingsblumen ganz einfach selbst vermehren kannst? Ohne teures Saatgut, ohne spezielles Equipment – nur mit ein wenig Geduld und den richtigen Handgriffen. Die Natur macht es dir leicht, wenn du weißt, wie! In diesem Artikel erfährst du, welche Blumen sich besonders gut zur Vermehrung eignen – und wie du dabei am besten vorgehst.

Warum Blumen selbst vermehren?

Blumen selbst zu vermehren spart Geld, macht Freude und hilft dir, deinen Garten nachhaltig zu gestalten. Außerdem: Wenn du einmal den Dreh raus hast, kannst du deine Pflanzen auch mit Freunden tauschen oder verschenken.

Ein weiterer Pluspunkt: Viele Pflanzen werden durch Stecklinge, Teilung oder Ableger robuster und bleiben sortenrein. So kannst du etwa deine Lieblingsrose genauso weitergeben, wie sie wächst.

Diese Blumen lassen sich besonders leicht vermehren

Einige Blühpflanzen gelten als echte Vermehrungswunder. Hier sind sieben einfache Kandidaten, die selbst Anfänger ohne Mühe erfolgreich vermehren können:

  • Lavendel: Vermehrung durch Stecklinge im Sommer
  • Geranien (Pelargonien): Stecklinge im zeitigen Frühjahr nehmen
  • Funkien (Hosta): Horste teilen im Frühling oder Herbst
  • Ringelblume: Einfache Aussaat im Frühling direkt ins Beet
  • Taglilien: Teilung im Frühling oder Spätsommer
  • Pfingstrosen: Wurzelteilung im Herbst – etwas kniffliger, aber lohnend
  • Sedum (Fetthenne): Stecklinge im Sommer, auch direkt in Erde steckbar

So klappt’s mit der Stecklingsvermehrung

Die Vermehrung durch Stecklinge gehört zu den schnellsten und effektivsten Methoden. Besonders gut funktioniert sie bei Pflanzen mit verholzenden oder krautigen Stängeln.

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Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung am Beispiel von Lavendel:

  • Im Sommer einen etwa 8–10 cm langen, nicht blühenden Trieb abschneiden
  • Unterste Blätter entfernen, nur 1–2 Blattpaare oben stehen lassen
  • In mageres Substrat (z. B. Sand-Erde-Gemisch) einsetzen
  • Behälter mit Stecklingen an einen hellen, schattigen Ort stellen
  • Erde leicht feucht halten – nicht nass!
  • Nach 3–6 Wochen haben sich Wurzeln gebildet

Du kannst den gleichen Prozess auch bei anderen halbverholzten Arten wie Rosmarin oder Salbei anwenden.

Blumen durch Teilung vermehren

Viele Stauden wachsen über die Jahre zu großen Horsten heran. Das bietet dir eine wunderbare Möglichkeit, neue Pflanzen kostenlos zu bekommen.

Besonders geeignet zur Teilung sind:

  • Taglilien
  • Astern
  • Funkien
  • Schafgarbe

Und so funktioniert’s:

  • Pflanze mit Spaten oder Grabgabel vorsichtig ausgraben
  • Wurzelballen in zwei oder mehr Stücke teilen – per Hand oder mit dem Messer
  • Einzelteile direkt am neuen Standort wieder einpflanzen
  • Gründlich angießen und in den ersten Tagen schattig halten

Einfache Blumen aus Samen vermehren

Viele einjährige Blumen wie Ringelblumen, Kornblumen oder Cosmea kannst du direkt im Beet aussäen.

Achte dabei auf Folgendes:

  • Säe im Frühling, sobald keine Frostgefahr mehr besteht
  • Bereite lockeren, unkrautfreien Boden vor
  • Verteile die Samen dünn – weniger ist oft mehr
  • Leicht andrücken oder mit etwas Erde bedecken
  • Gleichmäßig feucht halten, bis die Keimlinge erscheinen

Tipp: Viele dieser Pflanzen säen sich sogar selbst aus, wenn du verblühte Köpfe im Winter stehen lässt!

Worauf du bei der Vermehrung achten solltest

Damit deine Pflanzen erfolgreich wurzeln oder austreiben, solltest du ein paar Dinge im Blick behalten:

  • Verwende nur gesunde Mutterpflanzen
  • Achte auf saubere Werkzeuge, um Krankheiten zu vermeiden
  • Gib neuen Pflanzen ausreichend Licht, aber keine pralle Sonne
  • Zögere im Zweifel lieber mit dem Umpflanzen – lieber gut bewurzelt als zu früh verpflanzt
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Fazit: Ein kleiner Schnitt – große Wirkung

Die Vermehrung von Blumen ist kein Hexenwerk. Im Gegenteil: Mit den richtigen Sorten und ein wenig Hintergrundwissen gelingt sie fast immer. Ob du deine Lieblingspflanzen vervielfältigen willst oder neugierig bist, was aus einem kleinen Steckling entstehen kann – probier es aus!

Einmal angefangen, wirst du sehen: Vermehren macht süchtig. Und bald blüht dein Garten nicht nur bunter – sondern auch mit Stolz auf das, was du selbst geschaffen hast.

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Max T.
Max T.

Max T. ist ein kulinarischer Autodidakt und erfahrener Restaurantkritiker. Er reist gerne und entdeckt die Welt der verschiedenen Küchen und Kulturen.