Wenn die Temperaturen sinken, beginnt für viele Haushalte die Heizperiode. Gerade in der Übergangszeit denken viele erst dann ans Heizen, wenn es drinnen bereits ungemütlich kalt wird. Doch bevor du deine Heizung aufdrehst, solltest du ein paar wichtige Punkte überprüfen. Sie helfen dir nicht nur dabei, Energie zu sparen, sondern senken auch das Risiko technischer Probleme oder gesundheitlicher Belastungen.
1. Funktionstest der Heizungsanlage
Drehe den Thermostat an einem Heizkörper voll auf und horche, ob sich die Rohre oder der Heizkörper selbst erwärmen. Bleibt alles kalt oder gluckert es, liegt ein Problem vor. Die häufigsten Ursachen sind Luft im System oder ein Ausfall der Umwälzpumpe.
Ein früher Funktionstest sorgt dafür, dass Reparaturen noch vor dem ersten Kälteeinbruch durchgeführt werden können.
2. Heizkörper entlüften
Ein häufig überhörtes, aber wichtiges Thema: Luftblasen in den Heizkörpern. Sie vermindern die Heizleistung und verursachen störende Geräusche.
Du brauchst dafür lediglich einen Entlüftungsschlüssel und ein Gefäß für austretendes Wasser:
- Drehe die Heizung vor dem Entlüften ab.
- Halte den Behälter unter das Entlüftungsventil.
- Drehe das Ventil vorsichtig auf, bis Luft entweicht.
- Schließe es, sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl kommt.
Wiederhole den Vorgang bei allen Heizkörpern im Haus.
3. Heizkörper von Möbeln und Vorhängen freihalten
Klingt simpel, wird aber oft übersehen: Verstellte Heizkörper arbeiten ineffizient. Wenn du einen schweren Schrank direkt davor platzierst oder dicke Vorhänge die Wärme stauen, bleibt der Raum kälter – und du drehst unnötig hoch.
Halte mindestens 20 Zentimeter Abstand zu Möbeln. Vorhänge sollten über der Heizung enden, nicht davor.
4. Heizkostenverteiler kontrollieren
Wohnst du in einem Mehrfamilienhaus, ist wahrscheinlich ein Heizkostenverteiler an jedem Heizkörper montiert. Achte darauf, dass dieser korrekt befestigt ist und nicht locker sitzt oder beschädigt ist.
Eine fehlerhafte Erfassung kann am Jahresende teuer werden. Bei Unsicherheiten hilft dir der zuständige Ablesedienst weiter.
5. Thermostatventile prüfen
Wenn ein Thermostat schwergängig ist oder sich nicht richtig regeln lässt, solltest du es kontrollieren (lassen). Ein fest sitzender Stift im Ventil blockiert ganz leicht die Heizleistung.
Ein einfacher Test: Drehe den Thermostat ganz auf und dann ganz zu. Gibt es keinen Widerstand oder bleibt der Heizkörper trotzdem kalt, ist möglicherweise das Ventil blockiert.
6. Regelmäßige Wartung durch den Fachbetrieb
Mindestens einmal im Jahr sollte die komplette Heizungsanlage überprüft werden – idealerweise vor Beginn der Heizperiode. Dabei werden Brenner, Filter und Wasserstand gecheckt, Verschleißteile ersetzt und die Effizienz eingestellt.
Gut gewartete Heizungen verbrauchen weniger Brennstoff und halten länger.
7. Raumtemperatur richtig einstellen
Eine der einfachsten Methoden, um Energie zu sparen: die richtige Raumtemperatur. Schon ein Grad weniger macht sich deutlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar.
Empfohlene Temperaturen:
- Wohnzimmer: 20–22 °C
- Schlafzimmer: 16–18 °C
- Küche: 18–20 °C
- Bad: 22–24 °C
Tipp: Nutze Thermostatköpfe mit Zeitschaltfunktion oder smarte Thermostate, um die Heizphasen automatisch zu regulieren.
Fazit: Gut vorbereitet, besser gewärmt
Ein kurzer Check deiner Heizungsanlage vor der Saison zahlt sich aus. Du sparst Energie, beugst möglichen Ausfällen vor und schaffst ein angenehmeres Raumklima. Also warte nicht, bis es friert – mach jetzt deinen Heizungscheck und starte entspannt in die kalte Jahreszeit.




