Wie du Regenwasser richtig speicherst

Wusstest du, dass Deutschland im Sommer immer öfter unter langen Trockenphasen leidet? Gleichzeitig regnet es in anderen Zeiten manchmal extrem viel auf einmal. Eine clevere Lösung: Regenwasser sammeln und speichern. So kannst du nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen – und bist in deinem Garten nicht auf teures Leitungswasser angewiesen.

Warum es sich lohnt, Regenwasser zu sammeln

Regenwasser ist kostenlos, sauber und vielseitig nutzbar. Du kannst es für deinen Garten, die Toilettenspülung oder sogar die Waschmaschine verwenden – vorausgesetzt, du filterst es richtig. Aber das ist noch nicht alles.

  • Weniger Trinkwasserverbrauch: Trinkwasser ist aufwendig aufzubereiten. Regenwasser entlastet das Netz.
  • Kostensenkung: Du sparst bei der Wasserrechnung – besonders im Sommer kann das viel ausmachen.
  • Beitrag zum Umweltschutz: Regenwassernutzung entlastet die Kanalisation und bewahrt Grundwasserreserven.

Welche Möglichkeiten gibt es, Regenwasser zu speichern?

Es gibt viele einfache und auch technisch ausgefeilte Lösungen. Je nach Platz, Budget und Bedarf kannst du entscheiden, was zu dir passt.

1. Regentonne – die einfachste Lösung

Eine klassische Regentonne fasst zwischen 100 und 500 Liter. Sie wird direkt an ein Fallrohr der Dachrinne angeschlossen.

  • Vorteil: Schnell aufgebaut, günstig (ab ca. 30 Euro erhältlich), ideal für kleine Gärten.
  • Nachteil: Bei starkem Regen schnell voll, keine Filterung.

2. Regenwassertank oder Zisterne – die Profi-Variante

Diese Behälter werden unterirdisch eingebaut und fassen mehrere tausend Liter. Ideal für Haushalte mit hohem Wasserbedarf im Garten oder im Haus.

  • Vorteil: Große Kapazität, frostsicher, Kombination mit Pumpe möglich.
  • Nachteil: Höhere Anschaffungs- und Einbaukosten (ab ca. 1.000 Euro).
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3. IBC-Container – der versteckte Allrounder

Ein Intermediate Bulk Container (IBC) fasst meist 1.000 Liter und lässt sich gut in Ecken oder hinterm Haus verstecken. Viele nutzen ihn als günstige Alternative zur Zisterne.

  • Vorteil: Großes Volumen, mobil, gebraucht ab etwa 80 Euro erhältlich.
  • Nachteil: Optisch weniger ansprechend, muss vor UV-Strahlung geschützt werden.

So richtest du deine Regenwassernutzung richtig ein

Der Aufbau ist meist einfacher, als viele denken. Mit etwas Vorbereitung gelingt es sogar DIY-Anfängern.

1. Den richtigen Standort wählen

Achte auf einen ebenen, stabilen Untergrund in der Nähe der Dachrinne. Je kürzer der Weg des Regenwassers, desto weniger Verluste.

2. Fallrohr anschließen

Für viele Tonnen oder Container gibt es Sets, mit denen du das Fallrohr anzapfen kannst. Der Einbau dauert meist nur eine halbe Stunde.

3. Laubfilter installieren

Damit dein Speicher nicht verschmutzt, lohnt sich ein Siebeinsatz oder ein Filteraufsatz. Diese verhindern, dass Erde, Laub oder Insekten ins Wasser gelangen.

4. Überlauf und Deckel nicht vergessen

Damit die Tonne bei Starkregen nicht überläuft, sollte ein Ablaufrohr vorhanden sein. Ein Deckel schützt vor Algen, Mücken und Unfällen.

Wie du Regenwasser sinnvoll nutzt

Gespeichertes Regenwasser kann vielseitig eingesetzt werden – aber nur für bestimmte Zwecke ist es erlaubt.

  • Im Garten: Perfekt für Gemüse, Blumen und Rasen – Regenwasser ist weicher als Leitungswasser.
  • Im Haushalt: Mit Filter und Tankanlage auch für Toilette oder Waschmaschine nutzbar.
  • Aber Achtung: Nicht als Trinkwasser verwenden! Es ist nicht hygienisch genug.

Tipps für sauberes und haltbares Regenwasser

Stauendes, trübes oder fauliges Wasser? Das muss nicht sein. Mit diesen Tricks bleibt dein Vorrat sauber:

  • Lass das erste Regenwasser (mit Schmutz vom Dach) ablaufen, bevor es in die Tonne gelangt.
  • Halte das Wasser kühl und dunkel – Wärme fördert Algen und Keime.
  • Reinige Tonne oder Tank regelmäßig, mindestens einmal pro Jahr gründlich auswischen.
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Fazit: Mit Regenwasser clever durch den Sommer

Ob mit Regentonne, IBC-Container oder unterirdischer Zisterne – Regenwasser sammeln lohnt sich. Es ist gut für deinen Geldbeutel, gut für deine Pflanzen und gut für die Umwelt. Und das Beste: Die meisten Systeme lassen sich leicht selbst einrichten. Starte am besten jetzt – und nutze den nächsten Regenschauer sinnvoll!

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Max T.
Max T.

Max T. ist ein kulinarischer Autodidakt und erfahrener Restaurantkritiker. Er reist gerne und entdeckt die Welt der verschiedenen Küchen und Kulturen.